Einige von Ihnen haben vielleicht die neue Datei blindman.exe im des Spybot-S&D-Ordners entdeckt, und fragen sich nun, wofür sie da ist. Kurz gesagt: Sie tut nichts.
Ich vermute, es muss erklärt werden, warum Spybot-S&D eine Datei enthält, die nichts
tut. Spybot-S&D hat ein Werkzeug im Werkzeugbereich, um den Systemstart zu kontrollieren. Dieses kann Einträge in der Autostartgruppe aktivieren oder deaktivieren (es ist in Ihrem Startmenü unter Programme zu finden). Diese Gruppe beinhaltet Verweise auf die eigentlichen
Dateien. Windows speichert diese Dateien mit der Erweiterung .lnk.
Wenn Windows beim Systemstart dort eine *.lnk-Datei findet, wird die zugehörige
Anwendung gestartet. Die einfachste Methode, die Einträge zu deaktivieren, ist es, diese Erweiterung zu verändern. Das Systemstartwerkzeug benennt einfach die
Erweiterung von .lnk in .disabled um. Das verhindert ganz einfach, dass
die Anwendung gestartet wird. Da aber Windows diese Erweiterung nicht kennt, kann
es sein, dass der Systemstart verlangsamt wird. Daher verlinkt Spybot diese
Verknüpfung auf blindman.exe. Windows startet nun die .disabled-Datei
per blindman.exe, welches die disabled-Datei einfach ignoriert und sofort
wieder beendet.
Einige Leute hatten den Verdacht, dass die Datei selbst Spyware sein könnte. Für sie
werden ich nun den Quellcode von (blindman.dpr) offenlegen.
(Die mit eingeschlossene Quelldatei ist blindman.res und beinhaltet das Icon.)
program blindman; {$R *.res} begin end.
Jeder, der ein bisschen programmieren kann, sieht, dass dieses Programm völlig
harmlos ist. (Allerdings ist die Version, die seit Spybot-S&D 1.5 dabei ist, etwas größer als die oben beschriebene. Eine der Anforderungen, um von Microsoft zertifiziert zu werden, ist nämlich, dass jede ausführbare Datei mindestens einmal GetVersionEx aufrufen muss und bei bestimmten Code-Injektionen abstürzt - sogar wenn sie nur ein leerer 1-Millisekunden-Dummy ist.) |